Honig-Verband e.V.

Wissenswertes

Sensorische Vielfalt von Honig

 

Honigarten

Sortenhonige nennt man alle Honige, bei denen Nektar oder Honigtau überwiegend von einer bestimmten Trachtpflanze stammen. Der Imker nutzt hierbei aus, dass Bienen sich oft "blütentreu" verhalten. Deshalb transportiert er die Bienenstöcke in die unmittelbare Nähe der gewünschten Trachtpflanze. So ein Honig darf nach der jeweiligen Pflanze benannt werden, z. B. Kleehonig oder Heidehonig, wenn der Honig vollständig oder überwiegend von dieser Blüte stammt.

 

Mischblütenhonig ist am häufigsten im Handel erhältlich. Hierbei sammeln die Bienen den Nektar von sehr vielen verschiedenen Pflanzen, so dass später die Inhaltsstoffe des Honigs besonders vielfältig sind. Geschmack und Aussehen variieren stark, je nach Standort und Art der beflogenen Pflanzen oder Blüten.

 

Lagenhonige stammen aus einem genau abgrenzbaren, regionalen, territorialen oder topographischen Gebiet, sie dürfen mit einem entsprechenden Namen versehen werden (z.B. Gebirgsblütenhonig). Dies gilt jedoch nur, wenn der damit bezeichnete Honig ausschließlich die angegebene Herkunft aufweist.

 

 

 

Honiggewinnung

Sind mindestens zwei Drittel der Waben verdeckelt, dann ist der Honig reif und kann vom Imker geerntet werden. Er entnimmt die mit Honig gefüllten Waben. In der Imkerei werden die Zelldeckel der Waben entfernt und mit Hilfe der Honigschleuder wird der Honig anschließend aus den Waben geschleudert. Durch ein Sieb gelangt der Honig in Lagerbehälter. Wenige Tage nach der Ernte werden Luftbläschen und Wachspartikel an der Oberfläche abgeschöpft. Anschließend wird der Honig abgefüllt.
Für die seltene Gewinnung von Presshonig werden die Waben gepresst, ohne sie zuvor zu entdeckeln.